blog eröffnung

1    Hallo liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten der WAX 34, hallo Nurneugierige und auch hallo Kaufinteressierte an den zum Eigentumserwerb ausgeschriebenen Wohnungen und Dachgeschossrohlingen.
2    Ihr habt die Seite unseres Vereins „WAX34-Hausprojekt“ gefunden oder habt ggf. über dieses Flugblatt die Gelegenheit dazu: http://www.willibald-alexis-strasse34.blogspot.com/
 3   Wir sind Bewohnerinnen und Bewohner dieses Hauses und registrieren seit einigen Jahren in Berlin – und akut seit September 2010 in unserem Zuhause – wie das Wohnen zunehmend spekulative Ware wird.
4    Da hat 2004/2005 ein Immo I das Haus für etwa 600.000 € günstig von der GEWOBAG gekauft und reicht es nach etwa 5 Jahren für mehr als das Doppelte weiter an Immo II. Der hierbei erzielte bzw. entrichtete Preis von noch unter 1.000 €/m2 soll durch Umwandlung in Einzeleigentum laut Internetangebot nun um das 2- bis 2 ½ -fache gesteigert werden.
5    Wir leben hier in einer Immobilie, in die nach den 80er Jahren (Besetzung, Legalisierung und Bewohnbarmachung) nichts in Erhalt, Reparatur, Nach- oder Aufrüstung investiert wurde. Ob sich das in Zukunft ändern wird, bleibt zweifelhaft.
6    Sicher aber ist, dass der Prozess der Umwandlung von Miet- zu Eigentumsstruktur vehement vorangetrieben wird. Schon lange gab es drei leere Wohnungen im Haus. Nun sollen durch Abfindung oder Kündigung – oder durch eine Kombination beider (An-) Gebote – weitere hinzukommen.
7    Neben einem nebulösen neuen Eigentümer und einer uns neuen, aber durchaus bekannten Hausverwaltung tauchen auf und teils wieder ab: Koordinatorin, Projektleiter, Mediatorin, Anwalt, Makler, Abstimmer und Vermittler.
8    Die hiermit verbundenen Probleme, die Tatsache, dass auch vermietete Wohnungen bereits auf dem Markt sind, weitere Nickligkeiten der eher banalen oder auch erlesenen Art – das alles vermittelt uns das Gefühl, dass wir kein ruhiges Wohnen mehr zu erwarten haben.
9    Wir wollen nicht mehr tatenlos abwarten. Wir haben einen Verein gegründet und versuchen, das Haus in die Hand zu bekommen. Wir recherchieren unsere Möglichkeiten, vernetzen uns in Kiez und Stadtteil, und erarbeiten Konzepte zur Finanzierung von Kauf und Sanierung, ohne selbst zu Eigentümern werden zu wollen.
10  Politik, Verwaltung und Medien, Gott und die Welt werden informiert und um Rat und Tat gefragt, wie man der Gentrifizierung entgegenwirken kann.
     Mehr Infos zu den einzelnen Punkten gibt es im Laufe der Zeit via Weblog.
                                                                                                                                                  WAXPAX

Kommentare:

  1. Diesen Verein hättet ihr gründen sollen, als das Haus an Immo I verkauft wurde.
    Viele andere haben gleich zugeschlagen, als die Wohnungsbaugesellschaft ihr Haus verkaufen wollte.
    Mein Mitleid hält sich in Grenzen

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  2. Wie man der Gentrifizierung gerade hier in der Gegend entgegenwirken kann das wüßte ich auch gerne. Meine Sympathien habt ihr.

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